Leider ziehe ich mich von Tag zu Tag mehr zurück und will von den kleinen Katern nichts mehr wissen . Ich fühle mich in meiner Umgebung nicht wohl und zeige dies, indem ich meist auf dem Schrank lebe und mich nur in dem Zimmer aufhalte, dass ich mir selber zum Leben ausgesucht habe. Zum Fressen komme ich nicht mehr in die Küche, ich bleibe vor der Türe stehen und warte, bis die Kleinen ihr Futter bekommen haben. Ich habe mir auf dem grossen Schrank mein Revier eingerichtet und dieses verteidige ich .
Ich bin so lieb, so verschmust und so Menschen bezogen, dass es weh tut, wenn die Menschen mich so zurückgezogen erleben. Es wäre toll, wenn ich bald wieder mich selbst sein kann und es jemanden gibt, der mich liebt und mir das Zuhause ermöglicht, dass ich brauche.
Ich liebe Menschen, keine Katzen und brauche viel Liebe und Aufmerksamkeit – das wäre MEIN Traumzuhause .
Nun sind wir schon fast 2 Wochen bei Manu und wachsen was das Zeug hält. Die Schoppenration musste bereits erhöht werden, denn wir haben Hunger und wollen schnell gross und stark werden. Jeden Tag, wenn wir auf die Waage müssen bestätigt sich, dass wir brav zunehmen und unser Gewicht top ist.
Wir vergassen euch zu sagen, dass wir mit einer leichten Augenentzündung zu Manu kamen. Natürlich ging sie gleich am nächsten Tag zum Tierarzt und holte eine Augensalbe für uns und da wir nun einige Tage damit behandelt worden sind, gehört auch die Entzündung der Vergangenheit an . Darüber ist Manu sehr froh, denn sie macht sich immer gleich Sorgen, wenn es einem Pflegling nicht gut geht.
Die ersten unbedarften Schrittchen haben wir auch schon hinter uns gebracht, sodass wir nun immer öfter im Käfig herum laufen dürfen, damit unsere Muskeln sich entwickeln können und wir die grosse, weite Welt kennenlernen. Die nächsten Wochen werden wir laufen lernen und dann hält uns sicher nichts mehr hier im Wohnzimmer. Aber wir wollen nicht vorgreifen und erzählen euch, wie es mit uns weiter geht.
Ach, noch was. Wir haben vorgestern unser erstes kleines Geschäftchen ins Klo gemacht, was alle sehr gefreut hat. Schon bald sind wir sicher stubenrein und wissen, wo was hin gehört .
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Cindy, ich bin eine verschmuste Katzenlady und am liebsten verbringe ich die Tage auf dem Balkon oder auf dem Kratzbaum und geniesse die Aussicht .
Artgenossen gegenüber bin ich sehr misstrauisch – welche Erfahrungen ich gemacht habe sind mein Geheimnis, die noch nicht gelüftet werden konnten .
Hier in der Pflegestelle leben zwei etwas jüngere Kater und leider verstehe ich mich mit dem einen nicht; nur den ruhigen, Rasmus, lasse ich für kurze Zeit in meine Nähe.
Am liebsten geniesse ich die Streicheleinheiten und Spielrunden mit meiner Pflegemami, doch wie gesagt, alleine! Sollte sich einer der Kater in meine Nähe wagen, verstecke ich mich und komme erst wieder hervor, wenn die Luft rein ist.
Ich wünsche mir als mein Traumzuhause: Die einzige Katze im Haus zu sein. Einen gesicherten Balkon zur Verfügung zu haben und keine weiteren Artgenossen ertragen zu müssen. Auch finde ich das Geschrei kleiner Kinder nicht schön, denn ich mag es ruhig und friedlich, wohl umsorgt und gut beschmust.
Meine neuen Besitzer werden mich als eine liebenswerte und anhängliche Katzendame kennenlernen dürfen, denn ich bin wirklich eine totale Knutschkugel .
Wir drei sind einfach Zucker – zumindest sagt dies Manu jede Minute zu uns, wenn sie da ist. Wir geniessen hier das Rundum-Wohl-Fühl Packet und werden „ghämpfelet“ und „gschöppelet“, dass es eine wahre Freude ist . Wir sind einfach einmalig und so was von süss. Lieb, ohne Krällchen, zärtlich und verschmust. Von wem wir das wissen? Na, alle sagen das, auch unsere Pflegeeltern und die müssen es ja wissen, denn sie pflegen uns nun schon eine Woche! Wir mussten nie baden, nie geputzt werden, nur das übliche Schöppeli Programm war angesagt, welches da heisst – füttern, Bäuchlein massieren, spielen, schmusen und zärtlich sein. Das wirkt, denn wir alle behalten unsere Krällchen in den Schäften, wenn wir geschmust werden und wir umgarnen unsere Pflegefamilie mit vollem Enthusiasmus. Wir sind clever, glaubt uns und wir werden immer cleverer .
Wir sind ein Rötschi Trio das sich gewaschen hat, das weiss selbst Manu, die noch davor zurück schreckt, aber sie wird sich in ihre Rolle fügen müssen, je älter wir werden – und sie weiss das . Sie weiss auch, dass sie nun einige Wochen Ramba Zamba vor sich hat und lustigerweise freut sie sich schon heute darauf.Wartet ab, wir lernen uns noch besser kennen, das garantieren wir Euch.
Gestern Abend erhielt Manu eine Notfall Mail von einer Bauersfrau, welche im Tenn 3 etwa 10 Tage alte Kitten gefunden hatte und die Anfrage stellte, ob es möglich sei die Kleinen abzugeben, denn ihr fehlte die Zeit alle paar Stunden zu schöppelen. Natürlich fuhr Manu heute Morgen gleich los, um die süssen Buben abzuholen, denn wie man sie kennt, kann sie in einem solchen Fall nicht nein sagen und muss einfach helfen.
Im Gespräch mit der Bäuerin kam aus, dass unsere Mami die Nacht über nie bei uns war, denn bevor man uns alleine liess, stellte man uns alle auf die Waage um sicherzugehen, dass wir zunehmen, doch leider war es genau umgekehrt und erneut hatten wir über Nacht abgenommen. So traurig es ist, doch die Bäuerin geht davon aus, dass unsere Mami überfahren wurde und deshalb nicht zu uns zurück gekehrt ist .
Nachdem die Menschen lange miteinander gesprochen hatten und klar war, dass wir mit dürfen, ging es auf die grosse Reise, denn wir brauchen Rund-um Betreuung und diese ist bei Manu gewährleistet. Nach einer längeren Fahrt kamen wir in Manus Zuhause an, wo bereits eine Wurfbox auf uns wartete und nachdem alles bereit war, bekamen wir unseren ersten Schoppen. Es wurde eine Wärmelampe über unserer Box aufgehängt, die uns hilft unsere Körpertemperatur zu halten, denn das können wir noch nicht alleine. Dank der Lampe ist es schön warm und angenehm und wir fühlen uns pudelwohl .
Wir drei haben alle eine leichte Augenentzündung und Manu ist sich sicher, dass mit etwas Hilfe das Problemchen bald wieder im Griff ist. Daher macht Euch keine Sorgen, wir drei Kleinen sind zäh und schon bald wohlauf und werden wohl nur Unfug im Kopf haben, denn schon jetzt mahnt uns Manu, dass wir doch drei schmusige, liebevolle und sanfte Kater werden sollen und keine Rabauken .
Gebt uns eine Chance und nun müssen wir zuerst wachsen, etwas zunehmen und in etwa zwei Wochen werden wir auf der Homepage vorgestellt, hat uns Manu gesagt.
Bald lest ihr also erneut von uns und wenn nicht, berichten wir hier weiter wie es uns geht.
Herzlich willkommen auf unserem Katzen Tagebuch Blog.
Unser Verein setzt sich ehrenamtlich für Sorgenfellchen in der Schweiz ein. Wir nehmen sie auf, betreuen sie liebevoll und versorgen sie tierärztlich in allen Belangen. Wir suchen verantwortungsvoll das richtige Zuhause, wo unsere Schützlinge ihr weiteres Leben geniessen dürfen.
Wir berichten über jedes Büsi, dass wir aufnehmen und Sie können in unseren Tagebüchern vom Tag der Ankunft in unseren Pflegestellen bis zur Abgabe an die neuen Besitzer über unsere Schützlinge lesen, so dass Sie miterleben, wie sich die Katzen bei uns entwickeln und was sie alles erleben.
Auch nach dem Auszug unserer Pfleglinge freuen wir uns, wenn die neuen Besitzer erzählen wie es ihren Katzen geht, denn es gibt nichts schöneres, als zu erfahren, was aus den ehemaligen Anvertrauten geworden ist. Jede Rückmeldung veröffentlichen wir noch so gerne, denn dank ihnen erfahren wir immer wieder Neues und so leben die Tagebücher weiter.
Im Voraus schon herzlichen Dank für Ihre lieben Beiträge.
Diese Tagebuch Sammlung zeigt die Katzen die wir seit 2015 bei uns aufgenommen haben.
Wir wünschen Ihnen beim Lesen viel Spass und freuen uns über Ihren Kommentar.
Wir hoffen, wir konnten Sie dazu anregen ein bisschen auf unserer Homepage zu stöbern.