Heute war für mich der Tag der Tage, denn meine neuen Besitzer kamen, um mich abzuholen. Ich war natürlich wiederum etwas vorsichtig, denn ich mag es, mich in meiner gewohnten Umgebung aufzuhalten, aber finde es doof, wenn man mich in die Transportbox setzen will.
So musste mich mein Pflegemami einmal im Zimmer herum scheuchen, bevor ich zurück in meine Wurfbox ging. Von da war es kein Problem, denn Manu musste nur einmal ihre Hand ausstrecken und ich ging freiwillig in die Box…
Dennoch finde ich Umzüge nicht berauschend und hoffe, dass ich gut im neuen Zuhause ankomme. Meine Besitzer meinten, dass sie mir Zeit geben um alles auszukundschaften und mein Pflegemami sicher informieren, wie es mir so ergeht.
Die drei verrückten Brüder hatten letzte Woche viel Glück, denn durch die vielen Feiertage und sonstigen Freitage war fast immer jemand von uns zu Hause und konnte mit ihnen spielen. Es ist jetzt ein Monat her, dass sie bei uns wohnen und die Zeit ist wie im Flug vergangen! Am Anfang haben sie zwischen den Spieleinheiten noch viel geschlafen, aber das ist jetzt langsam vorbei .
Sie sind unermüdlich und wenn sie nicht mit uns spielen, dann kämpfen sie meistens zu zweit oder zu dritt und üben so das „grosse Katzen sein“. Einmal konnte sich unsere Katze „Crevettli“ nicht mehr bremsen und hat sie durch die ganze Wohnung gejagt, nur um dann umzukehren und von ihnen verfolgt zu werden. Diesem „Katzen-Fangis“ zuzuschauen war sehr lustig. Mittlerweile sind sie auch schon sehr sauber und putzen sich häufig – auch gegenseitig. Die Angewohnheit auf die Tische zu springen haben sie immer noch; wir arbeiten im Moment daran ihnen das abzugewöhnen .
Am Wochenende erhielten Mogli und Simba Besuch von ihren zukünftigen Besitzern, was sie sehr gefreut hat. Simba wurde richtig zum Kuscheltiger . Zum Angewöhnen haben sie ein Körbchen mitgebracht, was sehr geschätzt wird (nicht nur von den Kleinen, sondern auch von unseren 2 grossen Katzen).
Die Besitzer von Tarzan dürfen ihn leider noch nicht besuchen, weil ihr Kätzchen zu Hause unter Quarantäne ist. Tarzan weiss aber dass sie sich sehr auf ihn freuen und er dann gefahrenfrei mit dem anderen Kätzchen Bekanntschaft machen kann.
Diese Woche machen wir noch einen Ausflug zum Tierarzt und dann gibt es für jeden einen kleinen Piecks und es wird geschaut, dass die drei auch so gesund sind wie sie aussehen .
Am Freitag waren wir beim Onkel Doc und dieses Mal meinte er nach dem Untersuch, dass wir unseren Schnupfen überstanden hätten und er uns nun noch so gerne impft. Leider wurden die Impfbüchlein zuhause vergessen, sodass er nicht kontrollieren konnte worauf wir geimpft sind und da er Ende November nur die Leukose Impfung gemacht hatte, traute er sich nicht auch noch Katzenschnupfen/-seuche zu impfen. Daher müssen wir nun am nächsten Dienstag nochmals schnell zu ihm, um die fehlende Impfung nachzuholen .
Wir haben auch schon liebe Interessenten die darauf warten zu Besuch kommen zu dürfen und da sie sich schon länger in uns verliebt haben, sind wir uns sicher, dass sie uns gleich mit nach Hause nehmen, wenn sie uns live sehen . Aber nehmen wir einfach einen Schritt um den anderen.
Unser Pflegemami schmunzelt immer wenn sie in der Küche steht und das Katzenfutter vorbereitet, denn dann hört sie uns rum toben und spielen. Es rumpelt manchmal richtig arg, wenn wir zwei unsere knappen 5 Minuten haben, doch Manu freut sich jedes Mal über diese Geräusche, denn sie zeigen ihr das wir gesund sind.
Sobald die Pflegemamis ins Zimmer kommen springen wir auf sie zu. Noël streicht dann immer um ihre Beine, sodass sie aufpassen müssen, damit sie nicht auf die Kleine drauf treten. Kaum setzen sie sich hin, sitzt Noël auch schon auf ihrem Schoss.
Doch das kann ich auch, wie die Fotos beweisen, denn ich liebe es auf den Beinen zu liegen und zu schnurren. Manu fand, dass sie dadurch die Gelegenheit hat euch meine Hinterpfötchen zu zeigen, denn sie findet es sowas von süss, dass ich an jedem Hinterpfötchen 2 weisse Zehen habe .
Den Schuh, den wir letzte Woche bekommen haben sind wir auch fleissig am bearbeiten und bespielen. Es ist wirklich toll, wenn eine von uns drin und die andere draussen ist. Man kann dann gut darauf herum hüpfen und natürlich wechseln wir uns dabei ab.
So, nun gehen wir weiter spielen. Bis bald mal wieder,
eure Nouvel An
Am Freitag war es soweit und meine Pflegemamis haben mich in die Transportbox getan und auf ging meine Reise zum Tierarzt. Bevor wir an der Reihe waren mussten wir etwas im Wartezimmer bleiben und dann wurden wir aufgerufen.
Der Mann in Weiss hat mich genau angeschaut und überall an mir herum gedrückt. Er meinte danach, dass man sich Röntgen und Ultraschall sparen könne, denn ich sei garantiert nicht trächtig. Er empfahl mich nächste Woche kastrieren zu lassen, obwohl er es schade fand, ein so schönes Büsi zu kastrieren. Doch sein Schlusssatz „es gibt zu viele Katzen in der Schweiz“ holte alle gleich auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Verein steht ja dafür ein, dass Katzen kastriert werden, damit das Leid in der Schweiz kleiner wird .
Ich war froh, als man mich wieder in meine Transportbox tat und wir in mein Zwischenzuhause zurück fuhren. Als ich wieder in meiner gewohnten Umgebung war fühlte ich mich gleich wieder wohl. Es ist viel schöner hier als in der Tierarztpraxis .
Was dann kam war echt der Hammer. Heute erhielt Manu zuerst eine ganz liebe Mail und nachdem sie diese gelesen hatte nahm sie das Telefon in die Hand und redete ganz lange mit einer lieben Frau. Keine Stunde später stand diese mit ihrem Mann vor der Türe und was meint ihr, wen sie besuchen wollten? Genau – mich!
Sie waren Feuer und Flamme für mich und durften mich auf dem Bett sogar lieb streicheln. Lange sprachen sie mit Manu und nachdem sie mich zum Abschied nochmals gestreichelt hatten, verliessen sie uns wieder. Nun werden sie sich morgen melden um mitzuteilen, ob sie mich zu sich nehmen. Mein Pflegemami wollte nämlich, dass sie noch eine Nacht darüber schlafen.
Nun warten wir alle gespannt auf das Telefonat das da kommen wird…
Ihr seht, manchmal kommt alles wie es kommen muss .
Die 3 Brüder haben den Jahreswechsel gut überstanden und hatten nicht einmal Angst vor den vielen Feuerwerken am Silvester .
Sie werden immer wie verrückter und testen gerade alle Grenzen aus. Da sie ziemlich gewachsen sind, schaffen sie es mittlerweile auf die Küchenablage zu hopsen und stibitzen ab und zu Sachen von dort.
So hat zum Beispiel Simba am Silvester, als ich ihm nur ganz kurz den Rücken zugekehrt habe, eine frisch gemachte Panna Cotta probiert (ich denke es hat ihm geschmeckt ). Moglis neuste Lieblingsaktivität ist es, Erdnüsse aus der Schale zu stibitzen und sie dann in der ganzen Wohnung zu verteilen. Tarzan ist etwas ruhiger, aber wenn seine zwei verrückten Brüder ihn anstiften, dann kann er auch ziemlich der Lausbub sein.
Auf jeden Fall wird es uns nie langweilig und wir geniessen auch die ruhigen Momente mit den kleinen, wo sie einfach auf uns draufliegen und schnurren oder schlafen.