Hallo Leute
Nach drei Tagen Faucherei und Sorgenfalten in Pflegemamis Gesicht, haben wir nun die weisse Fahne gehievt und Frieden geschlossen. Und wer hätte das gedacht, die anfängliche Zicke Fiona ist nun meine beste Freundin
. Mit ihr kann ich so richtig wild herumtoben und sie liebt es mit mir zu spielen, da ich sie nicht immer gleich vermöble, wie Monti es tut. Dem Monti habe ich es mal gezeigt. Er wollte auch mich einmal vermöbeln, aber dann habe ich ihm kräftig auf die Nase gehauen und jetzt lässt er mich in Ruhe. Ab und zu rennen wir einander nach, aber beste Freunde sind wir nicht und werden es wohl auch nie sein…

Ich geniesse diese grosse Wohnung in vollen Zügen und entdecke immer wieder neue Sachen. Wie zum Beispiel den Estrich hinter dem Schlafzimmer, der vollgestopft ist mit Bananenschachteln. In diesen Schachteln habe ich dann viel Seidenpapier gefunden und mir daraus ein Bettchen gemacht
. Meine Pflegemami war damit nicht glücklich, denn sie suchte mich überall und dachte natürlich nicht, dass ich es mir da oben im dunkeln so gemütlich gemacht habe. Und vor allem war ich grad im Tiefschlaf und habe sie nicht gehört als sie meinen Namen rief.

Den Balkon finde ich auch super toll. Da kann man so schön von oben herab beobachten und den Vögeln zuschauen. Aber manchmal ist es beim Nachbar ziemlich lärmig und das erschreckt mich. Dann gehe ich ganz schnell wieder hinein und verstecke mich. Die Leute, die meine Pflegemami besuchen, finde ich auch immer etwas suspekt. Die wollen mich immer anfassen. Aber anfassen lass ich mich nur von meinem Pflegemami gerne
. Naja, diesen Vorsatz verwerfe ich immer sehr schnell, wenn der Besuch anfängt mit mir zu spielen. Plötzlich ist es um mich geschehen und schon sitze ich auf deren Schoss
!
Es pickst und sticht
Irgendwie kenne ich doch diesen Raum und dieses grelle Licht. Und auch der Tisch auf dem ich stehe, kommt mir bekannt vor. Auch wenn ich manchmal schnell vergesse, diesen Ort vergesse ich nicht so schnell – das ist nämlich der Tierarzt
. Ich sehe die Tierärztin und höre sie voller Freude sagen, wie gut ich doch aussehe und wie ich gewachsen bin. Ich mache mich extra noch ein bisschen grösser um ihr zu gefallen. Ich muss wohl ziemlich übel ausgesehen haben, als ich das erste Mal bei ihr war. Dann hält sie mich ganz lieb und bevor ich es überhaupt realisiert habe, piekst was und gleich danach stupft mich was in den Hals
. Meine Pflegemami sagt, dass ich jetzt geimpft sei und einen Chip bekommen habe, im Falle...

. Sie mag gar nicht mit uns spielen, hoffentlich wird sie bald wieder gesund. Ich weiss ja wie das ist, wenn man so krank ist, da fühlt man sich einfach so schnell ausser Puste
. Zum guten Glück ist diese Zeit vorbei und ich bin rundum gesund. Langsam, ganz langsam öffne ich mich auch ein wenig. Ich schau viel bei meinem Bruder ab. Er läuft am Morgen immer gleich dem Pflegemami entgegen, wenn sie aus dem Zimmer kommt, macht seinen „Streichle-mich-Buckel“ und streckt den Schwanz in die Höhe. Nun probiere ich das auch ab und zu aus, aber es gelingt mir noch nicht so ganz. Ich mache zwar auch diesen runden Rücken und mein Schwanz geht so bis zur Hälfte hoch, aber ich wahre immer noch meinen 1-Meter-Sicherheitsabstand. Heute, ja heute durfte das Pflegemami mich das erste Mal von oben herab streicheln und ich muss zugeben, es war gar nicht so schlimm

! Am liebsten würde ich sie alle jagen und fressen! Bin ja schliesslich ein Raubtier! Wenn ich es fast nicht mehr aushalte, dann klappere ich mit den Zähnen und fange an zu miauen. Mein Pflegemami war ganz erstaunt, bis jetzt habe ich noch nie einen Pieps von mir gegeben. Im Gegensatz zu Aliano, der seine Stimme immer häufiger einsetzt.

! Und wir? Wir waren voller Angst, dass sie uns wieder mitnimmt, ich weiss wir hatten es super bei ihr, aber die Angst, dass wir jetzt wieder umziehen müssen, war einfach zu gross



. Lila kann dies genau so gut wie Felix, doch ist sie die etwas Ruhigere. Sie lässt sich von ihrer Familie sehr gerne streicheln und kuschelt oft vor dem TV.



. Die beiden haben ein grossartiges Zuhause bekommen und haben sich sofort in die Herzen ihrer neuen Familie geprägt.












! Nur der Pflegepapi war noch hier. Leider musste er jeden morgen auf Arbeit und kam erst am Abend wieder. Zugegeben, das Pflegegrossmami kam jeden Tag, hat uns gefüttert, ausgemistet und uns auf den Balkon gelassen. Aber mit ihr spielen wollten wir nicht, wir spielen doch nicht mit jedem!





. Ab und zu habe ich meine fünf Minuten, dann renne ich durch die Wohnung und jage kleine Plüschmäuse, danach bin ich aber wieder müde und rolle mich auf einem meiner viele Schlafplätzchen zusammen und lasse mich in den Schlaf streicheln 







