Als ich eintrat lag Silvie unter dem Stuhl vom Esstisch und schaute mich mit grossen Augen an. Sie wusste genau wer gekommen war und traute der Situation nicht. Sie hatte wohl angst, dass ihr erneut ein Umzug bevor stand und auch ihre Besitzerin meinte, dass die Kleine sich sonst nicht so verhält. Zwar entspannte sie sich mit der Zeit, doch behielt sie mich stets im Blick
.


Silvie sieht sehr gut aus, hat zugenommen und ihre Besitzerin meinte nur, dass Silvie etwas verfressen sei. Sie wird natürlich auch ein wenig verwöhnt, ist sie doch die kleine Prinzessin des Paares.
Damit ich einige Fotos schiessen konnte, genossen wir das feine Mittagessen drin, obwohl draussen die Sonne wunderbar schien. Doch hatte ich etwas Respekt davor Silvie nach draussen zu lassen, da ich davon ausgehen musste, dass sie sich nicht mehr zeigt und ich die Fotos vergessen könnte. Tja, da habe ich Silvie falsch eingeschätzt! Nach dem Essen entschieden wir den Kaffee draussen zu geniessen und auch Silvie folgte uns sogleich. Wir sassen auf der Terrasse und schnell schlüpfte sie an mir vorbei und setzte sich zwischen einige Blumentöpfe, sodass ich sie weiterhin sehen konnte. Dann machte sie einen kleinen Spaziergang durch den Garten und war mal links von uns zu finden, dann wieder rechts. Doch sie entfernte sich nie weit und es war toll sie so entspannt und locker zu sehen. Ihre Besitzerin konnte sie auch immer wieder mal streicheln und man spürte das grosse Vertrauen, welches Silvie aufgebaut hat. Ich habe mich riesig über diese Fortschritte gefreut.


Silvie liebt es in der Zwischenzeit auf dem Bett zu schlafen. Allerdings nur dann, wenn sonst niemand drin liegt. In ihrer Katzenhöhle im Wohnzimmer entspannt sie sich immer sofort und tretelt dann auch mit ihren Pfötchen. Das sehe so süss aus, erzählte mir ihre Besitzerin. Unsere wunderschöne Katzendame lässt sich von ihren Besitzern problemlos streicheln und kommt, sofern man auf dem Boden sitzt, sogleich auf den Schoss. Sie kann stundenlang spielen und fordert ihre Menschen dazu auf, indem sie das Spielzeug bringt.
Seit einigen Tagen sei Silvie sehr anhänglich geworden und sie wollte nicht mal gleich nach draussen, als die Terrassentüre geöffnet wurde. Vermutlich hatte sie angst und wollte sicher gehen, dass sie rein und raus kann wie sie möchte. Nun weiss sie, dass die Türe immer offen ist und geniesst es sehr frische Luft zu schnuppern.


Silvie hat...
Hallo Freunde
Diese Fotos wollte ich Euch nicht vorenthalten, denn mein Pflegepapi findet es einfach nur cool, wie ich mich ihm gegenüber zeige
. Daher hier nur kurz einige Schnappschüsse von mir.




Liebe Leser
Vor einer Woche bin ich nun in der Pflegestelle von Stefan eingezogen. Der erste Kontakt war sehr positiv, da ich gar nicht so scheu war, wie er anfangs dachte. Kaum war ich ein paar Stunden bei ihm, begab ich mich schon auf Wohnungserkundung
.
Ich setzte dem Ganzen sogar noch einen drauf, da ich mich gleich streicheln liess und er bemerkt hat, dass ich das sehr gerne mag
.
Am Mittwoch musste ich noch zum Tierarzt, denn meine zweite Impfung war fällig. Es war überhaupt kein Problem mich in die Transportbox zu tun und auch beim Tierarzt wieder heraus zu nehmen. Ich hielt brav still, während mich der Doc untersuchte. Da ich bis vor kurzem noch Medikamente hatte und mein Pflegepapi sicherstellen wollte, dass ich gesund bin bevor man mich impft, dauerte der Check etwas länger. Der Tierarzt meinte nur, dass alles okay sei und ich geimpft werden kann.
Leider stellte er fest, dass einer meiner Zähne nicht mehr so super ausschaut und entschied, dass dieser gezogen werden müsste. So bekam ich einen weiteren Termin und muss am 27. Februar erneut dorthin.
Mein Pflegepapi freut sich schon auf die kommende Woche und neue Erfolge mit mir
.
Liebe Miaus,
euer Silvie






Liebe Tagebuch Leser
Manu telefonierte vor wenigen Tagen mit meinen neuen Besitzern und erfuhr, dass es doch nicht so klappt wie anfangs gedacht. Mein Schnupfen wurde mit den Medikamenten zwar besser, doch blieb ich weiterhin unnahbar, fauchte teilweise sogar und obwohl meine Besitzer mich lieb haben, entschieden sie, dass es besser für mich ist in den Verein zurück zu kehren.
Manu war klar, dass nicht jede Pflegestelle für mich in Frage kommt, deshalb fragte sie bei Stefan an, ob er mich zu sich nehmen würde. Obwohl Stefan erfuhr, wie ich mich in letzter Zeit verhalten habe, war für ihn sofort klar, dass er mich aufnimmt. Er findet nämlich die etwas komplizierten Büsi super und hat ein spezielles Händchen für solche Katzen. So wurde vereinbart dass ich heute zu ihm ziehen darf
.
Manu holte mich bei meinen Besitzern ab und es war für sie überhaupt kein Problem mich in die Transportbox zu tun. Nach einem längeren Gespräch mit meinen Besitzern verabschiedete sie sich von ihnen und meine kurze Reise ins Zwischenzuhause startete.
In der Box war ich ganz ruhig und als wir ankamen blieb ich still und liess mich in die Wohnung hochtragen. Dort angekommen öffneten sie das Türchen und ich durfte aus der Box hinaus. Schnell fand ich ein Plätzchen unter der Eckbank und entschied fürs erste dort zu bleiben.
Als Stefan heim kam suchte er mich nur kurz, denn er wusste, dass ich mit grösster Wahrscheinlichkeit unter der Bank zu finden bin. Er sprach lieb mit mir und kümmerte sich dann nicht mehr um mich. Abends als er TV schaute, erlaubte ich mir einen Rundgang durch die Wohnung und zeigte mich offen. Als er mich rief sprang ich sogar neben ihn auf die Bank und liess mich von ihm streicheln
. Das hätte er nie für möglich gehalten und war komplett überrascht, dass ich gar nicht so scheu bin wie erwartet.
Nun lässt er mich mal ankommen und mich einleben und wird euch sicher bald von mir erzählen. Bis dahin zählt die Tage,
eure Silvie

Hallo Freunde
Nun bin ich also schon 2½ Wochen in meinem neuen Zuhause. Die ersten Tage waren natürlich etwas schwierig, da ich mich noch gar nicht so gut auskannte. Daher habe ich mich oft in verschieden Ecken verkrochen und habe aus sicherer Distanz beobachtet, was da alles so läuft. Viele neue Geräusche musste ich kennenlernen. Am schnellsten habe ich mir natürlich eingeprägt, wo mein Futternapf für mich parat ist. In der Nacht bin ich dann jeweils auf Erkundungstour gegangen. Schliesslich muss ich ja wissen was es sonst noch alles gibt. Mutig wie ich bin, habe ich mich auch schon ins Schlafzimmer zu meinen Leuten getraut. Unter dem Bett kann man sich gut verstecken. Ich glaube ich dürfte auch auf die Bettdecke springen und dort schlafen. Das trau‘ ich mich aber noch nicht
. Vielleicht ist es mir dort auch zu weich, denn am liebsten liege ich auf dem Boden. Im Moment finde ich es auf den fünf Stühlen, welche im Essbereich um den grossen Tisch stehen, am wohlsten. Von hier habe ich einen guten Überblick was so alles läuft. Zudem fühle ich mich mit den Seitenlehnen gut geschützt und kann gut „abhauen“, falls es mir nicht mehr geheuer ist.
Seit ein paar Tagen geht es mir jedoch nicht mehr ganz so gut. Ich habe den Katzenschnupfen und musste oft niesen und husten, wenn meine Nase wieder verstopft war. Beim Atmen tönt es manchmal wie ein „schnorcheln, pfeifen“. Meine Leute machten sich grosse Sorgen, denn ich glaube sie haben mich wirklich lieb gewonnen. Sie geben sich viel Mühe und haben grosse Geduld um mit mir Körperkontakt aufzubauen. Seit ca. 3 Tagen habe ich nun selber gemerkt, dass es ganz lässig ist, wenn man sich streicheln und kraulen lässt! Noch nicht ganz überall, aber das kommt dann sicher auch noch. Hingegen macht es grossen Spass mit zwei neuen Freunden zu spielen. Die beiden Fell-Mäuse sind zwar nicht so „lebendig“ wie ich, aber wir haben trotzdem viel action miteinander
.
Zurück zu meiner Nase: Nach Rücksprache mit dem Büsi-Doc kriege ich nun alle 12 Stunden ein Tablettli gegen meinen Schnupfen. Es heisst Amoxicat 40. Ich muss es noch einige Tage schlucken. Es schmeckt gar nicht so schlecht. Und manchmal überlisten mich meine Leute mit etwas Futter beim Einnehmen. Ich gebe mir fest Mühe, bald wieder gesund zu werden. Das ist wichtig, denn meine Leute wünschen sich natürlich ein gesundes und fites Büsi.
Es gefällt mir sehr gut am neuen Ort. Viel Spannendes steht noch vor mir, denn ich konnte noch nicht alle Zimmer auskundschaften. Und wenn ich mich dann richtig gut eingelebt habe, darf ich auch draussen auf Erkundungstour gehen. Ich bin sicher, dass mich meine Leute immer mehr lieb bekommen, und umgekehrt. Wenn ich wieder auf dem Damm bin, werden wir mal ein paar Föteli machen.
Liebe Grüsse Silvie 
Hallo Freunde
Heute war für mich der Tag der Tage, denn meine neuen Besitzer kamen, um mich abzuholen. Ich war natürlich wiederum etwas vorsichtig, denn ich mag es, mich in meiner gewohnten Umgebung aufzuhalten, aber finde es doof, wenn man mich in die Transportbox setzen will.
So musste mich mein Pflegemami einmal im Zimmer herum scheuchen, bevor ich zurück in meine Wurfbox ging. Von da war es kein Problem, denn Manu musste nur einmal ihre Hand ausstrecken und ich ging freiwillig in die Box…
Dennoch finde ich Umzüge nicht berauschend und hoffe, dass ich gut im neuen Zuhause ankomme. Meine Besitzer meinten, dass sie mir Zeit geben um alles auszukundschaften und mein Pflegemami sicher informieren, wie es mir so ergeht.
Ihr werdet also sicher von mir hören.
Bis dahin, eine schöne Zeit,
eure Silvie

Hallo liebe Leser
Am Freitag war es soweit und meine Pflegemamis haben mich in die Transportbox getan und auf ging meine Reise zum Tierarzt. Bevor wir an der Reihe waren mussten wir etwas im Wartezimmer bleiben und dann wurden wir aufgerufen.
Der Mann in Weiss hat mich genau angeschaut und überall an mir herum gedrückt. Er meinte danach, dass man sich Röntgen und Ultraschall sparen könne, denn ich sei garantiert nicht trächtig. Er empfahl mich nächste Woche kastrieren zu lassen, obwohl er es schade fand, ein so schönes Büsi zu kastrieren. Doch sein Schlusssatz „es gibt zu viele Katzen in der Schweiz“ holte alle gleich auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Verein steht ja dafür ein, dass Katzen kastriert werden, damit das Leid in der Schweiz kleiner wird
.
Ich war froh, als man mich wieder in meine Transportbox tat und wir in mein Zwischenzuhause zurück fuhren. Als ich wieder in meiner gewohnten Umgebung war fühlte ich mich gleich wieder wohl. Es ist viel schöner hier als in der Tierarztpraxis
.
Was dann kam war echt der Hammer. Heute erhielt Manu zuerst eine ganz liebe Mail und nachdem sie diese gelesen hatte nahm sie das Telefon in die Hand und redete ganz lange mit einer lieben Frau. Keine Stunde später stand diese mit ihrem Mann vor der Türe und was meint ihr, wen sie besuchen wollten? Genau – mich!
Sie waren Feuer und Flamme für mich
und durften mich auf dem Bett sogar lieb streicheln. Lange sprachen sie mit Manu und nachdem sie mich zum Abschied nochmals gestreichelt hatten, verliessen sie uns wieder. Nun werden sie sich morgen melden um mitzuteilen, ob sie mich zu sich nehmen. Mein Pflegemami wollte nämlich, dass sie noch eine Nacht darüber schlafen.
Nun warten wir alle gespannt auf das Telefonat das da kommen wird…
Ihr seht, manchmal kommt alles wie es kommen muss
.
Liebe Schnurrlers,
eure Silvie


Liebe Freunde
Nun bin ich schon ein paar Tage in meinen Ferien, doch so richtig wohl fühle ich mich nicht. Zwar sind alle sehr lieb zu mir und wenn sie mich streicheln mag ich das auch, doch jedes Mal wenn jemand kommt bin ich wieder vorsichtig und versuche mich zu verstecken
. Dabei bin ich so eine liebe Samtpfote und keinesfalls scheu oder unnahbar.
Der Umzug hat mir wohl mehr zugesetzt als ich eingestehen würde und auch wenn Manu des Öfteren zu mir kommt und lieb mit mir ist, so mag ich es doch lieber alleine zu sein oder eine grosse Distanz zwischen mir und den Menschen zu wissen.
Na gut, die Ferien meiner Pflegefamilie dauern ja nicht ewig und ich freue mich schon heute darauf wieder heim zu kehren, wo ich alleine alle Vorzüge geniessen kann.
Manu ist sehr erstaunt, dass ich noch nicht geboren habe und hadert mit sich. Zwar habe ich ein Bäuchlein, dennoch staunt sie über den Zeitfaktor, da ich ja schon länger in der Pflegestelle bin. Sie versucht nun nächste Woche einen Ultraschall Termin zu bekommen, damit man nachschauen kann was bei mir los ist und Gewissheit erhält.
Wenn ich darüber nachdenke, finde ich es gar nicht notwendig zu erfahren ob ich nun trächtig bin. Mir graut jetzt schon davor wieder in eine Transportbox zu müssen und zu einem Tierarzt zu fahren. Zwar werde ich lieb und nett sein, dennoch wünschte ich mir, ich dürfte einfach meine Zeit hier absitzen, bis ich zurück zu meinen Lieben darf. Na mal schauen, ob ich Manu nicht doch noch umstimmen kann
.
Ansonsten geht es mir gut und ich liebe es, wenn der Fernseher läuft und ich so einige vertraute Geräusche höre, denn Manu stellt jeweils einen Kanal ein, wo viele Dokumentationen über Tiere laufen. Das mag ich und schaue ab und zu genau hin, wenn mich etwas doch mehr interessiert als ich zugeben würde.
Vom Futter her kann ich mich übrigens nicht beklagen, denn es gab schon Hühnerherzen für mich oder auch mal leckeres Frischfleisch. Das mochte ich sehr. Beim Nassfutter könnten sich meine Ferienpflegemamis doch noch was abschauen, denn nicht alles was sie mir vorsetzen esse ich. Beim Trockenfutter haben sie jedoch meinen Geschmack getroffen und knabbere häufiger daran.
So, nun zieh ich mich wieder zurück, denn Tagebücher schreiben ist nicht das Wahre und liegt mir überhaupt nicht.
Tschüss zusammen und rutscht gut ins neue Jahr. Ich für mich werde mich wohl eher verkriechen, wenn das Geballere losgeht!
eure Silvie


Liebe Tagebuchleser und -leserinnen
In ein paar Tagen schon wird uns Silvie für zwei Wochen verlassen und die «Ferien» bei Manu geniessen. Die Kleinen lassen noch immer auf sich warten, obwohl es jeden Tag soweit sein könnte
. Wer weiss, was noch alles bis Samstag passiert…
Silvie scheint sich darüber jedoch kaum den Kopf zu zerbrechen. Sie ist absolut ruhig und gelassen wie immer. Einzig ein fieser Schnupfen plagt sie von Zeit zu Zeit noch. Um diesen los zu werden muss Silvie möglichst viel inhalieren, da sie wegen ihren Kleinen keine Medikamente bekommt. Aber sobald die Transportbox hervorgeholt wird, riecht sie Lunte und ist schneller verschwunden als dass wir sie erwischen könnten
. Sie ist also trotz ihrem ziemlich dicken Bauch noch sehr schnell unterwegs aber auch das kriegen wir noch hin. ?
Liebe Tagebuchleser und -Leserinnen
Silvie schläft sehr viel und frisst auch immer mehr. Sie leg sich auch immer öfters in die Geburtskiste. Wir sind schon sehr gespannt, denn die Kleinen kommen bestimmt bald
.
Silvie liebt es von ihrem Lieblingsplatz aus, aus dem Fenster zu schauen und sich kraulen zu lassen. Aber so lieb wie sie auch zu sein scheint, hat sie es auch faustdick hinter den Ohren. Denn als wir ein Mal abends vergassen die Badezimmertüre zu schliessen, mussten wir am Morgen die dort stehende Palme wieder neu einpflanzen
. Wir konnten der Süssen jedoch nicht lange böse sein. Sie ist einfach zu niedlich.