Ich habe mich unheimlich auf den Besuch bei den beiden Jungs gefreut und wurde nicht enttäuscht. Sie sind genau so, wie ich sie von den Tagebüchern in Erinnerung hatte. Gleich bei meinem Eintreffen wurde ich von Archie begrüsst. Er liess ich streicheln und beschnupperte mich. Louis hingegen hat sich erst einmal hinter dem Sofa versteckt. Er sei ein bisschen scheu, wenn es um Fremde geht. Er ist auch derjenige, der mehr die Nähe der Besitzerin braucht und sie auch einfordert. Er liebt auch seinen Bruder sehr und wäre bestimmt sehr unglücklich gewesen, hätte man die beiden getrennt.


Archie hingegen ist sehr ausgeglichen und verspielt, mag aber Schmuseeinheiten aber ebenfalls sehr. Er ist ein richtiger kleiner Akrobat, nichts ist ihm zu hoch, er kommt überall hin und springt von Kratzbaum über die Wohnwand auf die höchsten Schränke. Am Anfang, als beide noch nicht nach draussen durften, brauchte die Besitzerin manchmal sehr viele Nerven und viel Geduld, wenn die zwei wie wild durch die Wohnung tobten
. Oft gingen dabei leider auch lieb gewonnene Gegenstände zu Bruch
.


Beide können Türen öffnen und folgen der Besitzerin sogar ins Bad, wo sie vor allem von der WC-Spülung fasziniert sind. So nützt es meistens gar nichts, die Türen zu schliessen, ausser sie werden mit dem Schlüssel abgeschlossen
. Vor allem Archie ist äusserst entdeckungsfreudig und neugierig. Beiden spielen gerne und lieben Kartons in jeder Form. Diese werden untersucht, darin gespielt, oder zerstört
.



Als es dann endlich soweit war und die zwei hätten den Freigang geniessen können, waren sie ziemlich ängstlich. Die Besitzerin hat sie zu Beginn daher nach draussen begleitet und ihnen die „grosse, weite Welt“ an der Leine gezeigt.

Inzwischen sind sie aber begeisterte Freigänger, hören jedoch (noch) auf die Rufe der Besitzerin und kommen nach Hause, wenn es draussen zu heiss ist, oder abends, wenn es ins Bett geht. Die Nacht über verbringen die beiden im Moment noch drinnen. Vor allem Archie ist ein guter Jäger und fängt mit Leichtigkeit kleine weisse Schmetterlinge, die er dann auch gleich verspeist. Wenn...
Vor ein paar Wochen starteten unsere Sommerferien und somit hatten wir endlich Zeit unsere beiden ehemaligen Pfleglinge, die uns die Weihnachtszeit so versüssten, zu besuchen! Wir waren alle sehr aufgeregt
, gleich als wir ankamen entdeckten wir Laxus, der ja nun Louis heisst. Er versteckte sich hinter einem Busch und schaute aufmerksam zu uns. Ob er uns wohl erkannt hat? Wir glauben fest daran. Als wir bei Helen in der Wohnung waren, kam er sogleich mal kurz schauen, wir durften ihn ganz kurz streicheln, danach ist er gleich wieder raus.

Nach einiger Zeit traf auch Archie ein, er hat sich riesig über uns gefreut und wir uns noch mehr! Wir durften ihn streicheln mit ihm spielen, das war so schön
!

Den beiden Katern geht es prima! Sie haben es wunderbar, dürfen raus und rein wie sie wollen, ein richtiges Raubtierleben führen und sich am Abend den Bauch kraulen lassen! Wir sind enorm dankbar, dass die zwei zusammenbleiben durften.
Danke Manuela, dass du den beiden so einen guten Platz vermittelt hast!
Bei meinem Eintreffen war Shalulu gerade im Kinderzimmer und Grey wartete auf seinem Kratzbaum. Beide kamen sofort und liessen sich gleich streicheln. Die zwei sind immer in Aktion und ihnen kommt immer etwas in den Sinn. Sie sind sehr neugierig und verstehen sich super. Abends jagen sie gerne durch die Wohnung
.


Sie verstehen sich auch mit dem dritten Kater im neuen Zuhause. Kaum setzt man sich irgendwo hin springt Grey gleich auf die Beine und lässt sich verwöhnen. Auch Shalulu kommt immer wieder und liebt es gestreichelt zu werden
. Beide verstehen sich bestens mit dem kleinen Jungen in der Familie. Grey spielt oft und gerne mit ihm Fangen und Shalulu lässt alles mit sich machen. So zeigt er mir, dass er sie sogar als Kopfkissen brauchen darf.



Grey mag alles was sich bewegt und so ist keine Kette, kein Haarband oder sonst irgend etwas vor ihm sicher. Im Moment haben die beiden Wildfänge einen grossen Balkon zum Toben, den sie gerne nützen. Shalulu und Grey haben ein tolles Zuhause bekommen.

Ich wünsche euch nur das Beste und viele schöne Momente mit denen beiden.
Herzlichen Dank, dass ich vorbei kommen durfte.
Sie sind weg. Ausgezogen! Seltsam still im Haus
. So ist das als Pflegestelle, deshalb berichte heute mal ich als Pflegemami.

Vor fünf Monaten kamen sie zu uns, Natsu und Laxus. An vielen Stellen Hautpilz, übersäht mit Jodflecken, so dass man meinte sie seien Vierfärber! Kleine freche, aber auch scheue Kätzchen. Viel Zeit und Liebe haben wir investiert in die Pflege und in die Sozialisierung!
Gestern gingen sie als schon fast ausgewachsene, wunderschöne Kater mit glänzendem Fell und einem guten Selbstbewusstsein ins Für-immer-Zuhause, wo sie nach der Eingewöhnungszeit endlich raus dürfen
. Darüber freuen wir uns alle sehr, denn dies hätten wir ihnen nie bieten können!
Auch die letzte Woche haben sie uns noch auf Trab gehalten: Am Dienstagabend dachte ich, Natsu geht es irgendwie nicht gut, er ist so ruhig. Die Lebhaftigkeit hat gefehlt und gefressen hat er fast nichts
. Am nächsten Tag dann die Erklärung: Er erbrach sich und was sehe ich in der Suppe? Meine dicken Schuhbändel, die am Dienstagmorgen unauffindbar waren. Sofort fühlte er sich besser und sprang wieder rum wie ein junges Reh! Das sind halt keine Regenwürmer!
Der Schnee auf dem Balkon sorgte für Spass und auch der Wind, der draussen an allen Sachen zerrte, faszinierte die beiden Jungs. Einen erneuten Ausbruchsversuch von Laxus, der es wieder hinter das Netz schaffte und diesmal links die Balkonbrüstung entlanglief und nur mit Geduld und gutem Zureden den Weg wieder zurückkam, kostete uns ein letztes Mal Nerven
. Eine ausgefüllte letzte Woche eben!


Wir werden Natsu und Laxus vermissen
und freuen uns schon jetzt, wenn wir sie im Sommer mal besuchen dürfen!

Nun schliesse ich hier, mit den letzten Fotos von uns, mit sage und schreibe dem 20. Tagebucheintrag! Das Schreiben hat mir immer Spass gemacht! Und ich lese mit grossem Interesse auch immer alle anderen Tagebücher! Es ist so schön zu sehen, wie es den vielen Büsis des Vereins gut geht in ihren Pflegestellen und im neuen Zuhause! Der Verein leistet echt tolle Arbeit!
Somit wer weiss, bis zum nächsten Mal!
Die neue Besitzerin schreibt uns:
Wir sind gut nach Hause gekommen. Es war sehr ruhig im Auto, ich glaube die beiden haben fest geschlafen
. Natsu brauchte nur wenige Minuten bis er auf Entdeckungstour ging, allerdings sehr sorgfältig.


Laxus brauchte ein wenig länger, aber dann ist er seinem Bruder überall hin gefolgt
. Mit Natsu konnte ich schon spielen. Laxus versteckte sich dann im Gäste WC. Nun sitzen beide zusammen hinter dem Sofa. Essen wollen sie noch nicht, aber ich glaube, das wird sich ändern wenn der Hunger kommt
. Sie sind sehr ängstlich, aber ruhig. Wir melden uns bald wieder.

Wir berichten euch mal was wir so tun und mögen
.
Ich, Natsu, fange mal an:
Dass ich neugierig bin, habt ihr ja schon oft gehört, aber ich bin auch vorsichtig, denn seit ich aus dem Fenster fiel, halte ich immer meine Hinterbeine auf dem inneren Fenstersims, so tief runterfallen will ich nicht mehr
!
Was ich besonders liebe ist Wasser! Ich liebe es aus dem fliessendem Wasserhahn zu trinken, dies sieht sehr akrobatisch aus, sagt mein Pflegemami!

Wenn meine Pflegeeltern baden, liebe ich es ebenfalls im Badezimmer zu sitzen, ich geniesse die Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit. Von meiner Eigenheit Stöcke zu holen, habe ich euch auch schon berichtet, ich mache es jedoch nur wenn ich Lust dazu habe, aber dann mit ganz schön viel Ausdauer
. Ich bin total verspielt, es gibt nichts Schöneres, als wenn ich Schnüren und Co. nachjagen kann. Wenn ich merke, dass jemand der Familie die Wohnung verlassen will, lege ich mich immer demonstrativ vor die Tür, ich will nicht, dass sie ohne mich gehen.

Jetzt erzähle ich, Laxus, mal:
Ich werde immer anhänglicher, versteht mich nicht falsch, auf den Schoss springen oder so, das mach ich nicht. Aber ich begleite mein Pflegemami manchmal auf Schritt und Tritt, wenn sie in der Wohnung umher geht und wenn sie die Küche betritt, bin ich immer sofort zur Stelle! Ich bin auch schon in den Kühlschrank gesprungen
!
Wenn mein Pflegemami am Abend im Bett noch liest, krieche ich immer unter ihre Decke, dort fühle ich mich geborgen, nur kommt dann meist Natsu und will wieder spielen, denn er liebt Höhlen genauso wie ich!
Ich habe bereits rausgefunden, wie ich angelehnte Türen von aussen öffnen kann, da bin ich Natsu voraus. Ich habe einen richtigen Durchhaltewillen und gebe nicht so schnell auf
.

So habe ich die nächste Lücke im Netz auf dem Balkon entdeckt und mich hindurchgezwängt und tadaaaa, bin ich auf dem Fenstersims gelandet. Ich kann auch das ganze Katzennetz raufklettern, wenn mich das Pflegemami nur nicht immer runterholen würde!

Wenn die Kinder ins Bett müssen dann geht jeder von uns zu einem Kind und wir legen uns neben sie, damit sie besser einschlafen können
. Wir wechseln immer ab, mal geht Natsu zur Tochter und ich zum Sohn oder umgekehrt. Die Kinder lieben das und ja, ich kann euch flüstern, sie werden es vermissen
!
Hier noch eine kleine Episode...
Manchmal begreif ich (Laxus) einfach nicht, warum unser Pflegemami mich nicht rauslässt! Ich maunze doch was ich kann!!! Sitze vor dem Fenster: «Miauuuuuuuuu!» Scharre vor der Tür! Streich ihr um die Beine und führe sie zum Fenster, damit sie endlich begreift: «Ich will raus!» – Nichts passiert
.




Meine Pflegemama spricht von Geduld und von schon bald, aber ich bin jung und will unbedingt Vögel fangen! Oh und Mäuse, ja Mäuse wären sicher auch toll zum Fangen
!
Zum guten Glück gibt’s noch meinen Bruder Natsu hier, der scheint’s irgendwie besser zu ertragen, dass die Türe nie für uns aufgeht. Auch scharrt er in der Nacht nicht vor der Tür, das überlässt er mir. Für mich sind die Nächte definitiv zu lang
. Dass Menschen so lange an einem Stück schlafen müssen, leuchtet mir nicht ein. Meine Pflegeeltern hingegen finden dies ziemlich anstrengend, dass ich sie immer wieder wecke, sie wollen einfach nicht in der Nacht mit mir spielen! Sie versuchen mich noch zu erziehen, mal schauen ob das noch klappt bis ich in mein «Für-immer-Zuhause» umziehe
.



Ich bin nämlich ein stolzer Kater und lass mich nicht so einfach um den Finger wickeln und schon gar nicht erziehen
! Also ich übe mich in Geduld und freue mich auf die neuen Abenteuer, von denen mir mein Pflegemami vorschwärmt!
Bis bald
Euer Laxus
Liebe Tagebuchleser
Wir haben Neuigkeiten!!! Jaja, es hat geklappt, wir sind reserviert und wenn alles hinhaut dürfen wir in zwei Wochen in unser Zuhause-für-Immer einziehen
!

Unsere Pflegefamilie freut sich riesig für uns, denn wir dürfen zusammenbleiben und nach einer guten Eingewöhnungszeit dürfen wir sogar raus, echte Mäuse fangen!!! UUUUUUUUUUU, wir freuen uns jetzt schon
! Obwohl…… es wird sicher eine riesige Umstellung für uns und auch für unsere Pflegfamilie
!

Sie knuddeln uns jetzt immer besonders lange, weil sie wissen, dass wir bald nicht mehr da sind. Denn einiges an uns werden sie sicher vermissen, zum Beispiel wenn sie die Haustür öffnen, dann ist Natsu nämlich immer zur Stelle, oder wenn sie aufs Klo gehen, kommt immer mindestens eine Katze zuschauen
, oder wenn der Wasserhahn läuft, schwups ist Natsu da!

Oder das Rumschleichen um die Beine, wenn Laxus Hunger hat, das Schnurren, wenn wir gestreichelt werden, das Verstecken unter der Decke, wenn Schlafenszeit ist und all die wundervollen, lustigen Momente, die wir mit unserer Art unserer Pflegefamilie immer wieder bescheren – halt wie Katzen ebenso sind
. Ja, wir werden vermisst werden, aber wir bekommen das beste Zuhause für uns und dies ist einfach super toll und das was wirklich zählt!
Hallo lieber Leser
Wieder eine Woche in dieser, wie es uns manchmal scheint, laaaaaaaaaaaaaangweiligen Wohnung. Wie gerne würden wir doch raus! Wir sitzen viel vor dem geschlossenen Fenster und, könnten wir es selber öffnen, würden wir dies tun
. Wir haben’s schon ausprobiert, aber es klappt leider nicht
.

Es sind immer mehr Vögel zu beobachten und wenn diese genug nahe sind, kriegen wir das Zähneklappern, miauen in ganz kurzen Abständen und bewegen den Schwanz mit Zuckungen, als ständen wir unter Strom! Mein Pflegemami sagt, wenn so einer hier reinkommen würde, wäre die ganze Wohnung dem Untergang geweiht, denn wir würden sicherlich kein Halten mehr kennen. Unser Pflegemami erinnert sich an die Fliege, die sich mal vor Weihnachten noch in unsere Wohnung geschlichen hatte, das war ein Spektakel und Laxus hat sie erwischt und gefressen
!

Wir haben jetzt auch angefangen zu knurren, wenn wir eine Beute ganz besonders mögen, zum Beispiel die gelbe Stoffmaus, die wir vom Pflegegrossmami geschenkt bekamen, die teilen wir nicht! Auf gar keinen Fall
! Auch wenn unsere Pflegeeltern mit uns spielen, jagt immer nur einer von uns und der andere schaut zu und tut so als sei er überhaupt nicht daran interessiert. Doch lustigerweise kann es passieren, dass Laxus anfängt mit dem Pflegemami zu spielen und plötzlich ist da nicht mehr Laxus, sondern ich (Natsu), obwohl ich vorher in der Ecke lag und so tat, als wäre mir das alles piepegal. Hihi
!


Nun müssen wir noch zwei Mal schlafen und dann bekommen wir Besuch, Besuch für uns!
Wir sind gespannt und werden euch auf dem Laufenden halten.
Eure Schlingel Laxus und Natsu
Hallo zusammen
Eine Woche waren unser Pflegemami und die Kinder weg, einfach so, ohne uns
!!! Eine langweilige Woche lang!
Wir wurden zwar jeden Tag von den verschiedensten Leuten gefüttert und bespielt und am Abend hat sich unser Pflegepapi ganz fest um uns gekümmert (ja, er hat uns schon etwas verwöhnt findet unser Pflegemami
)! Aber was haben wir uns gefreut, als der Rest der Familie endlich wieder heimkam! Wie wild sind wir durch die Wohnung geflitzt, sind herumgetollt und haben unsere Jagdfähigkeiten präsentiert
. Unser Pflegemami sagt, wir seien ganz schön gewachsen in dieser Woche und die Kinder sagen auch, wir seien schon ganz schwer geworden. Ja, wir sind halt keine kleinen Babybüsis mehr, doch nicht weniger süss
!


Wir sind immer noch voller Entdeckerfreude und wenn was Neues in der Wohnung ist, dann sind wir voller Glück, wie gerade jetzt, wo die zwei Matratzen plötzlich in der Wohnung stehen. Da verstecken wir uns und spielen Fangis, bis wir müde sind oder wieder Hunger haben!



Uns gefällt es hier bei unserer Pflegefamilie zwar sehr gut, aber was wir hier vermissen, ist das weite Grün, das wir vom Fenster und vom Balkon aus immer wieder sehnsüchtig beobachten.

Also, wir warten auf Euch
.
